STELLEN­INSERATE

Digital statt textlich fatal

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Das Online-Jobinserat sieht noch viel zu oft aus wie ein Abklatsch der Printversion. Zwar inserieren Firmen schon seit Jahren online, doch kaum eine nutzt die Möglichkeiten des Mediums: Der eilige Smartphone-Nutzer wird von einer Textlawine überrollt. Bleibt er trotzdem dran, so kapituliert er spätestens beim Versuch, per Daumenklick das mehrseitige Bewerbungsformular auszufüllen.

Auch das ist ein Weg, Kandidatinnen und Kandidaten zu sortieren. Aber es gibt bessere. Zum Beispiel, indem man ihnen das Lesen online erleichtert. Schon mit wenigen Kniffen wird das Jobinserat mobiltauglicher:

  • Text portionieren, mit Zwischentiteln arbeiten
  • Verben statt Substantive nutzen
  • aktiv formulieren
  • Prioritäten setzen und Ballast loswerden

Die BKW – als Beispiel – macht einen guten Job: Im Lead wird gleich klar, worum es geht. Bullet-Points geben dem Auge Orientierung. Die Sätze sind aktiv formuliert und sprechen den Nutzer direkt an.

Der Text wird noch besser lesbar, wenn man einen Teil der Infos auslagert oder über Bilder vermittelt. Content-Arten wie Videos oder Infografiken nutzen das Potenzial des Mediums besser und machen das Jobinserat Smartphone-tauglicher. Das Kinderspital Zürich (Kispi) zum Beispiel packt Infos zu Lohn, Bewerbungsprozess und Vorteilen in interaktive Buttons. Auf der Infografik sehen Nutzer beim Mouseover, welche Extras sie erwarten, und das Video lässt sie Kispi-Luft schnuppern.

Das Kispi geht mit seiner neuen Rekrutierungskampagne noch weiter: Auf der Microsite www.kispi-spirit.ch können Kandidatinnen in den Alltag einiger Kispi-Berufe eintauchen und sich dank dem supereinfachen Formular mit wenigen Klicks bewerben.

Beim Stelleninserat einen Schritt weiter zu denken, kann sich lohnen: Multimedial gestaltet, verkauft es nicht nur den Job besser, sondern die ganze Firma.

10.03.2016

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