HR IST PR

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Weshalb baut Google selbstfahrende Autos? Und was hat dies mit Personalmarketing und Employer Branding zu tun? Antworten darauf lieferte die vierte Recruiting Convention vom 30. September 2014.

 

Am gut besuchten Anlass im Zürcher Lake Side wurde deutlich, weshalb sich HR-Managerinnen und -Recruiter heute so intensiv mit Kommunikation auseinandersetzen müssen, dass die Gleichung «HR = PR» – zumindest, was den Bereich Personalmarketing anbelangt – wohl kaum übertrieben ist.

 

Denn die Rekrutierungsmaschinerie ist anspruchsvoller geworden. Das Prinzip Post & Pray, also Stelleninserate publizieren und beten, dass sich die richtigen Kandidaten dann schon melden, hat ausgedient. Personalmarketing ist eine Aufgabe, die nie aufhört, ähnlich dem «Grundrauschen» in der PR: Auch hier gilt es, eine heterogene Zielgruppe auf einer Vielzahl von Kommunikationskanälen punktgenau anzusprechen und für zentrale Themen zu sensibilisieren.

Jonas Räber zeichnet an der Recruiting Convention

Swisscom fokussiert dabei auf die sogenannte Candidate Experience, die überzeugende Erlebniskette vom ersten Kontakt bis zum Onboarding im Betrieb oder einer allfälligen Absage. Alles soll zu einem optimalen Gesamtbild der Firma beitragen.

Dass es auch Mut braucht, sich von gewohnten Rekrutierungsprozessen zu lösen, zeigt die Allianz-Versicherung. Rare Fachkräfte werden dank Mobile Recruiting weltweit einfacher gefunden und angesprochen: mit der Möglichkeit einer «Bewerbung light», die lediglich aus einer Telefonnummer, je einer Angabe zur Arbeitserfahrung und zur Ausbildung besteht. Womit es erstmals möglich ist, sich ohne Desktop-Gerät, also im Tram, in der S-Bahn oder von irgendwoher sonst vollständig zu bewerben.

Die Karriereseiten der Unternehmen gewinnen noch mehr an Bedeutung.

Und hier schliesst sich der Bogen zur Eingangsfrage: Google baut selbstfahrende Autos, damit wir unsere Zeit im Auto noch besser nutzen können: mit Googeln. Beispielsweise nach einem Job, der uns künftig dann auch direkt von Google serviert wird. Womit die Suchmaschinenoptimierung auch für die HR-Kommunikation relevant wird. Die Zukunft der klassischen Jobportale sieht in den Augen von SEO-Tausendsassa Marcus Tandler jedenfalls düster aus, da Google die Suche und Aufbereitung von Jobinseraten bald selbst übernehmen könnte. Die Karriereseiten der Unternehmen – ob mobil oder Desktop – gewinnen deshalb noch mehr an Bedeutung. Gefragt sind starke und authentische Inhalte, die einen spürbaren Mehrwert bieten.

Aber welche Stories sollen es denn bitte sein? Für wen und auf welchen weiteren Kanälen? Nicht ganz einfach, sich als Unternehmen bei Bewerberinnen und Bewerbern erfolgreich zu bewerben.

03.10.2014

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